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Mountainbike Fahrtechniktraining

Spielerisch und mit Spass zu einer besseren Fahrtechnik



Neben dem Training der physiologischen Aspekte sollte der Fahrtechnik im Mountainbikesport ebenso viel Bedeutung geschenkt werden da auch diese ein entscheidener Erfolgsfaktor ist.


Das gezielte Verbessern der MTB-Spezifischen Technik-Fähikeiten resultiert in mehr Sicherheit und Spass auf dem Trail und ermöglicht es dem Athleten sich im Gelände sich ökonomischer fortzubewegen.


Während im Strassenradsport der Untergrund mit wenigen Ausnahmen (Frühjahresklassiker wie Strade Bianche oder Paris – Roubaix) aus gut asphaltierten Strassen besteht stellt der Mountainbikesport die Athleten in Sachen Fahrtechnik vor eine wesentlich grössere Herausforderung. Die Beschaffenheit des Untergrundes variiert stark und ein Fahren im Wiegetritt ist nur beschränkt möglich. Zudem sind zahlreiche und vielfältige Hindernisse wie Sprünge, „Rockgarden“, natürliche Wurzelsektionen, steil abfallende und extrem technische Abschnitte sowie sehr steile, nur schwer Fahrbare Bergaufpassagen zu überwinden.


All dies stellt sehr hohe Ansprüche an die Fahrtechnik eines Athleten und sollte deshalb in der Trainingsplanung auf ALLEN Stufen berücksichtigt werden.


Beherrscht ein Athlet die notwendigen Grundtechniken welche für das Fahren im Gelände Voraussetzung sind und verfügt über die notwendigen koordinativen Kompetenzen (orientierungsfähigkeit, Differenzierungsfähigkeit, Gleichgewichtsfähigkeit, Rhythmisierungsfähigkeit, Reaktionsfähigkeit) ist es sinnvoll, regelmässig Technikeinheiten einzubauen. In diesen sollte möglichst realistisch und wettkampfnah auf spezifische Formen der Fahrtechnik eingegangen werden. Nachfolgend ein paar Ideen zur Umsetzung einer solchen Einheit.


Repetives Techniktraining

Eine hervorragende und äusserst spezifische Methode zur Verbesserung der Fahrtechnik und der Effizienz im Gelände bietet die repetive Trainingsmethode.

Hierzu sucht man sich im Gelände kurze technische Abschnitte, Kurven/Kurvenkombinationen, Hindernisse etc. welche ein repetives befahren zulassen. Man integriert Beispielsweise ein, resp. mehrere technische Elemente in eine kurze, circa einminütige Runde und fährt diese während rund zehn Minuten fortlaufend durch. Dies bietet dem Athleten die Möglichkeit:


- ein bestimmtes Bewegungsmuster mehrmals zu Wiederholen


- sich mit dem Untergrund vertraut zu machen


- an die Grenzen des Möglichen heranzutasten


- zur Variation (früher/später Bremsen, Linienwahl innen/aussen usw.)

Ein solches Training lässt sich zwar auch alleine durchführen, es in einer Gruppe zu absolvieren macht aber wesentlich mehr Spass! Zudem kann der Faktor „Gruppendynamik“ einen weiteren positiven Einfluss auf den Lerneffekt einer solchen Einheit haben.


Training im Bikepark

Als weitere Möglichkeit zur Verbesserung der Fahrtechnik bieten sich Bikeparks an. Aufgrund der inexistenten mit Muskelkraft zu absolvierenden Höhenmeter kann man wesentlich mehr Zeit Bergab verbringen und so quasi die „Reizdichte“ erhöhen. Da auf modernen Crosscountry-Strecken künstliche Abschnitte mittlerweile an der Tagesordnung sind bieten Bikeparks zudem eine gute Möglichkeit technische Elemente wie Sprünge, Anlieger, Drops etc. zu trainieren.


Mehr Zeit auf dem Bike verbringen

Die wohl einfachste, wenn auch etwas weniger effektive Methode um die Fahrtechnik, Sicherheit & Offroad Effizienz zu verbessern ist relativ simpel: anstatt lange Grundlagen- Einheiten auf dem Rennrad zu absolvieren kann es durchaus sinnvoll sein diesee ins Gelände zu verlagern. Dabei sollte jedoch beachtet werden dass die Trainingsintensität nach wie vor im Grundlagenbereich bleibt. Das Gelände darf somit (zumindest in den Aufstiegen) nicht zu anspruchsvoll sein.



Profitipps:


- Wöchentlich fixe Technikeinheiten einplanen und dabei gezielt individuelle Fahrtechnikdefizite trainieren


- Anstelle eines klassischen Rennvelotrainingslagers ein spezifisches MTB-Camp absolvieren und eine neue Bikeregion kennenlernen


- Generell mehr Zeit auf dem Bike verbringen

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